G.S.T.P., ein Akronym, das für General Services Trade Pattern (oder General Services Time Piece) steht, kennzeichnet Zeitmesser, die vom britischen Verteidigungsministerium während des Zweiten Weltkriegs von diversen Fabrikanten für die Streitkräfte erworben wurden. Diese Uhren erfreuten sich großer Beliebtheit unter den britischen Bodentruppen und waren durchgehend während des Konflikts bis in die 1950er Jahre auf dem Markt präsent – es waren die idealen Uhren für Bodentruppen.
Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im Jahre 1939 offenbarte sich die unzureichende Vorbereitung der britischen Militärstreitkräfte, insbesondere in der Versorgung ihrer Soldaten mit adäquaten Zeitmessern. In einer raschen Reaktion darauf erwarb das Kriegsministerium Taschenuhren von Schweizer Uhrenfabrikanten und Händlern, um diesem Defizit entgegenzuwirken. Diese Uhren wurden primär als allgemeine Dienstzeitmesser klassifiziert und verrichteten ihren Dienst in der Routinebegleitung von Funkern und Fahrern.
Obschon die Fertigung der G.S.T.P.-Uhren über verschiedene Hersteller verteilt war, zeigten sie eine Tendenz zu einer standardisierten Qualität, die von den britischen Autoritäten definiert wurde. Eine authentische G.S.T.P.-Taschenuhr zeichnete sich durch lumineszierende Ziffern an den Positionen 3, 9 und 12 auf einem Zifferblatt in Schwarz oder Weiß aus, ergänzt durch einen kleinen Sekundenzeiger bei der Sechs, ein Juwelenwerk sowie ein aufklappbares oder verschraubtes Gehäuse. Der Gehäuseboden war zumeist verziert mit der Inschrift G.S.T.P., dem symbolischen breiten Pfeil sowie einer Seriennummer. Einige Exemplare trugen zudem den Namen ihres Fabrikanten, während andere anonym blieben.
Im Verlaufe ihrer vergleichsweise kurzen Historie wurden G.S.T.P. Uhren unter einer Vielzahl von Markennamen gefertigt, darunter renommierte Namen wie Omega, Cortebert, Lemania, Thommen, Recta, Buren, Doxa, Unitas, Damas, Helvetia, Jaeger-LeCoultre, Tissot, Hamilton, Leonidas, Grana, Zenith und weitere. Gleichwohl herrscht keine Einigkeit darüber, welche Manufaktur als Pionier in der Herstellung dieser Zeitmesser gilt. Während einige Quellen Record als ersten Hersteller nennen, vertreten andere die Ansicht, dass Smiths diese Ehre gebührt. Buser Frères & Cie S.A. nahm sich ebenfalls dieser Entwicklung an und lancierte sein G.S.T.P.-Modell unter der Marke Frenca. Die charmante Vintage-Frenca-WW2-Taschenuhr G.S.T.P Q10993 GSTP mit einem exquisiten, von Hand aufzuziehenden Buser-Werk in einem 52mm Nickelgehäuse avancierte während des Krieges zu einem essentiellen Bestandteil der Ausrüstung der britischen Armee. Ihre historische Relevanz prädestiniert sie somit als eine wertvolle Bereicherung für jede Sammlung militärischer Artefakte.