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Die Ära der Buser-Uhren erlebte in der Mitte des 20. Jahrhunderts ihren Zenit, obwohl die Wurzeln der Marke bereits einige Dekaden früher geschlagen wurden. Die historische Entwicklung von Buser Frères & Cie SA lässt sich konventionell in drei prägnante Epochen gliedern.

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1892

Die Urkunden verzeichnen die Gründung von Buser Frères & Cie SA im Jahre 1892 durch Albert Buser in Niederdorf, mit einer Filiale in Reigoldswil, Schweiz. In den Anfangsjahren konzentrierte sich das familiengeführte Unternehmen auf die Konzeption, Fertigung und Bereitstellung ausgewählter Komponenten und Rohwerke – den sogenannten "Ébauches", die typischerweise Platinen, Brücken, Räder und Federhäuser umfassen – für andere Uhrmacher zur weiteren Veredelung.

1916

Einige Jahrzehnte später, im Jahre 1916, wandelte sich Buser in eine vollwertige Uhrenmanufaktur und begann mit der Herstellung vollständig montierter Uhren. Das Produktportfolio umfasste Taschen- und Armbanduhren, Halskettenuhren für Damen sowie Armaturenbrettuhren für Fahrzeuge.

1923

Im Jahre 1923 wurde das Unternehmen in Niederdorf offiziell als Produzent von Rohwerken gelistet.

1924

1924 erfolgte die Einführung der zukünftigen Buser-Uhrensubmarken Tip Top und Nidor auf dem amerikanischen Markt.

1925

1925 wurde Buser als Spezialist für die Produktion von Hebeln und Zylindern aufgeführt und schloss sich einer Vereinigung an, die 1926 in die Gründung von Ebauches SA mündete, einer Holdinggesellschaft für Schweizer Uhrwerksproduzenten.

1949

1949 präsentierte sich das Unternehmen auf einer Ausstellung in Basel, Schweiz. Im selben Jahr erweiterte sich das Markenportfolio von Buser um die Namen Esta, Neo, Neova und Nidor, und im Jahre 1951 kam die Marke Frenca hinzu.

1961
Um den Produktionsprozess zu optimieren und zu rationalisieren, schlossen sich Buser und drei weitere renommierte Schweizer Uhrenhersteller – Phénix, Revue Thommen und Vulcain – im Jahre 1961 zur Manufactures d'Horlogerie Suisse Réunis SA, kurz M.S.R. (Vereinigte Schweizer Uhrenhersteller AG), zusammen. Diese neu gegründete Allianz, mit Sitz in Biel, avancierte mit einer Jahresproduktion von über 600.000 Uhren zu einem der bedeutendsten Akteure der Schweizer Uhrenindustrie. Innerhalb von M.S.R. übernahmen Buser und Phénix die Montage der Uhren, Revue Thommen widmete sich der Fertigung der Komponenten, und Vulcain zeichnete sich für das Produktmarketing und den Handel aus.
1963
Im Jahre 1963 lancierte M.S.R. ein innovatives Damenkaliber und führte 1967 ein modernes, gemeinsam entwickeltes Automatikwerk mit Stahlkugellagern und extra dicken Platine ein. Dies Werk ging im darauf folgenden Jahr in Serie und avancierte zum Schlüsselelement der Uhren von Revue Thommen und Vulcain im Jahre 1969.
1970
Während der 1970er Jahre entwickelte M.S.R. ein Hochfrequenzquarzwerk und brachte ihre LED-Digitaluhren auf den Markt.
1976
1976 trat die Uhrenmarke Marvin als fünftes Mitglied zu M.S.R. hinzu und erweiterte das Unternehmen um 600 Mitarbeiter.
1978
Gegen Ende der 1970er Jahre verlagerte Buser den Schwerpunkt vom Uhrensegment in den Industriesektor und begann mit der Fertigung von Druckmessinstrumenten, was 1978 zur Einstellung der Marke Buser führte.
1980
In den 1980er Jahren wurde M.S.R. von der schweren Quarzkrise getroffen, wodurch die Produktion auf 25.000 Zeitmesser pro Jahr sank. Diese Situation verbesserte sich in den 1990er Jahren leicht, allerdings fokussierte sich das Unternehmen nunmehr auf den asiatischen Markt und erreichte eine Jahresproduktion von 40.000 Uhren bis zum Ende des Jahrhunderts. Im Jahre 1999 veräußerte M.S.R. seine Fertigungsstätten in La Chaux-de-Fonds und zentralisierte die Produktion in Waldenburg. Die Ära der Uhrenherstellung endete schließlich im Juli 2000 und markierte das Ende von M.S.R.
2023
Nach dem Niedergang von M.S.R. wechselte die Marke Vulcain im Jahre 2001 den Besitzer und ging in den Besitz von PMH über, welche das historische Modell Cricket in einer modernen Auslegung neu auflegten. Im Jahre 2002 erfolgte die Übernahme von Marvin durch Time Avenue, gefolgt von einem Relaunch im Jahre 2007. Die Marke Revue Thommen erlebte im Jahre 2004 durch die Lizenzierung an Grovana eine Wiederbelebung.

Im Jahre 2023 begann Dekla Watches mit der Fertigung ausgewählter Vintage-Modelle von Buser-Uhren, versehen mit einem modernen Hauch, in seinen Manufakturen.

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